Geschichte

Der Ursprung der Gemeinde Rorbas geht auf das frühe Mittelalter zurück. Erstmals dürfte sie 984 erwähnt worden sein, allerdings ist dies noch umstritten. Erwiesen ist jedoch das Auftreten eines "Lamprechts von Rorbas" anlässlich eines Rechtsstreits im Jahre 1044. Bis ins vierzehnte Jahrhundert finden sich dann immer wieder Hinweise von "deren zu Rorbas". Von 1513 bis 1798 unterstand Rorbas der Herrschaft "deren zu Teufen". Teufen gehört heute zur Politischen Nachbargemeinde Freienstein-Teufen, mit der Rorbas in manchen Bereichen immer noch eine enge Zusammenarbeit verbindet.

Trotz der historischen Vergangenheit kann Rorbas nur wenige geschichtsträchtige Bauten aufweisen. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang aber die 1586 erbaute und seither mehrfach renovierte Kirche, welche damals eine aus dem 11. Jahrhundert stammende Kapelle ersetzte. Anfangs des letzten Jahrhunderts entstand aus Tuffsteinen die alte Tössbrücke, im Volksmund besser bekannt als "Römerbrücke". Bemerkenswert ist auch der Gasthof "Adler", der bereits 1406 ein Tavernenrecht besass.

Alte Tössbrücke Reformierte Kirche Restaurant Adler

Woher kommt der Name Rorbas?

Der erste Teil der Ortsbezeichnung stammt von Rohr oder Röhricht; "bas" entspringt der mittelalterlichen Bezeichnung "biuzu" bzw. "bozen", was gleichbedeutend ist mit  "schlagen". Rorbas wäre somit mit der Bezeichnung " Rohrschlag" gleichzusetzen.

Gemeindewappen

Ein halbes goldenes Mühlerad auf blauem Grund ziert das Rorbaser Wappen. Die Gemeinde führt dieses Wappen offiziell seit ca. 1850. Es leitet sich vom Familienwappen der Familie Müller von Rorbas ab, das schon in der Zürcher Wappenrolle von 1340 zu finden war. Das Wappen dürfte wohl darum gewählt worden sein, weil in Rorbas einst zahlreiche vom Wildbach angetriebene Mühlen standen. Die letzte Mühle, die "Lochmühle", fiel im Jahre 1970 einem Grossbrand zum Opfer.

Für weitere Informationen zur geschichtlichen Vergangenheit sind zwei Chroniken aus den Jahren 1870 bzw. 1924 zu empfehlen. Die "Dändliker-Chronik" von 1870 kann als originalgetreuer Nachdruck auf der Gemeindeverwaltung bezogen werden.